Erfolg beginnt im Kopf – ein Herbstspaziergang mit Rückenwind

Erfolg beginnt im Kopf – ein Herbstspaziergang mit Rückenwind

Ich liebe den Herbst! Farbenfroh. Nicht zu heiß, nicht zu kalt. Ein Innehalten der Natur, bevor sie sich in den Winterschlaf begibt. Es riecht gut. Es ist oft völlig windstill. Und es gibt Kürbis und Feldsalat! Ich lade Euch ein zu einem Herbstspaziergang mit Rückenwind und ein paar Gedanken zu mentaler Stärke. Denn Erfolg beginnt im Kopf!

 

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Farbenpracht

 

 

Off-Season: Zeit, das Trainingspensum für ein paar Wochen herunterzufahren oder sich einfach mal ganz eine Auszeit zu gönnen von Intervallen auf der Bahn und Kachelzählen im Schwimmbad, von Wettkampffreud und -leid. Neue Energie und Motivation tanken, Pläne schmieden für das nächste Jahr, Zeit für die anderen schönen Dinge im Leben haben. Wie wär es mit einem langen Spaziergang? Die vielfältigen Sinneseindrücke des Waldes bieten eine hervorragende Gelegenheit, entspannt und in aller Ruhe die Fähigkeit zur Wahrnehmung und Steuerung der Aufmerksamkeit zu verfeinern – ein wertvolles Werkzeug, um im nächsten Wettkampf stark zu blieben und nicht den Fokus zu verlieren.

 

Eine mentale Technik 

Die Technik, die ich euch dazu vorstellen möchte, nennt sich „le nouveau regard“ – also übersetzt „der neue Blick“. Es geht darum, auf einem Spaziergang mit allen Sinnen die Dinge um sich herum wahrzunehmen und wertungsfrei zu benennen. Das klingt ja eigentlich gar nicht so schwer…dennoch merkt man schnell, wie man stets unwillkürlich alle Wahrnehmungen sofort einsortiert in den persönlichen Erfahrungsschatz – sie vergleicht und daraus mögliche Konsequenzen ableitet. Der Kopf beginnt zu arbeiten, verarbeitet die Eindrücke und das kostet wertvolle Energie – das Ziel (im Training und ganz besonders im Wettkampf) sollte es jedoch sein, den Fokus beizubehalten, sich nicht auffressen zu lassen von negativen Gedanken…..

 

Ein Beispiel?

Bei km 15 auf der Mitteldistanz sind deine Beine so brennend schwer, dass du das Gefühl hast, kaum noch die Füße heben zu können. Das ist die Wahrnehmung. Was sofort fast zeitgleich folgt, ist die Bewertung, und die fällt in diesem Fall natürlich denkbar ungünstig aus: „ich schaffe das nicht, warum schaffe ich das nicht, warum schaffen das die anderen..“ etc. etc. Ein Kreislauf aus negativen Gedanken setzt ein und daraus gibt es nur schwer ein Entrinnen. Nun stell dir vor, Du wärst in der Lage, einfach nur wahrzunehmen, ich spüre, dass meine Oberschenkelmuskulatur schmerzt….und diesen Gedanken dann einfach so für sich stehen zu lassen. Kein Verzweifeln. Deine Aufmerksamkeit bleibt statt dessen auf den beherrsch- und steuerbaren Dingen, dem Atem, dem Rhythmus und der Technik.

 

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Erfolg beginnt im Kopf 

Auf dem Herbstspaziergang hat der „nouveau regard“ eine sehr entspannende Wirkung, gut geübt (ja, das muss sein!) im Training und später im Wettkampf entfaltet er eine regulierende und mental stärkende Wirkung, wenn es darum geht, auch noch die letzten 6km durchzuhalten…

 

Daher: geht raus und spielt mit eurer Aufmerksamkeit – seid geduldig mit euch selbst, wenn es nicht sofort klappt, es lohnt sich!

 

 

 

 

 

 

 

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kleine Entdeckungen

 

 

In diesem Sinne,

genießt Eure off-season!

 

Eure Eva

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